Geschichte und Gegenwart

Familienunternehmen aus Tradition

kreimbach malting house germany

1899 wurde in Kreimbach-Kaulbach, einem kleinen Ort in der Pfalz, eine Mehlmühle gegründet, die fünf Jahre später in eine Mälzerei umgebaut wurde. Max Göhler, Sohn des technischen Leiters einer Brauerei in Berlin, übernahm die Mälzerei, firmierte um in Palatia Malz GmbH und machte sie in vier Jahrzehnten zu einem wichtigen Unternehmen der deutschen Malzbranche. Logistische Überlegungen waren es, die knapp 90 Jahre nach der Gründung der ersten Palatia-Betriebsstätte den Sohn Max Göhlers, Eberhard Göhler, dazu veranlassten, einen zweiten Standort 60 Kilometer weiter nördlich zu erwerben. Der Zukauf der Mälzerei in Wallertheim bei Mainz addierte zu den bereits bestehenden 55.000 Tonnen außerdem etwa 20.000 Tonnen Produktionskapazität hinzu. Verkehrstechnisch wurde der Zugang zu den im Umkreis gelegenen Rheinhäfen Worms, Mainz und Wiesbaden geschaffen. Der Geschäftssitz und Standort der Verwaltung war von Beginn an in Heidelberg am Neckar.

20 Jahre nach der vorausschauenden Entscheidung von Eberhard Göhler trat die Bedeutung des zugekauften Standortes für die mittlerweile bei den großen deutschen Braumarken bestens eingeführte Palatia Malz in vollem Umfang zu Tage: Die am Wallertheimer Standort neu aufgebaute Absackung mit hochmoderner Rösterei zielte auf den Export von Basis- und Spezialmalzen ab, die in der Folgezeit über Rotterdam oder Antwerpen in alle Welt vertrieben werden sollten.

Das Vorhaben scheint gelungen: Unter der Marke BESTMALZ werden heute über 50 Basis- und Spezialmalze hergestellt und in Säcken, Big Bags oder Containern in alle Welt verkauft. Malze aus unserem Hause sind mittlerweile international gefragte Markenprodukte und stehen synonym für Qualitäts-Malz aus heimischem Gerstenanbau.

Heute steht Dr. Axel Göhler, der Enkel Max Göhlers, an der Spitze der in der dritten Familiengeneration geführten Mälzereigruppe Palatia Malz GmbH, die unter der Marke BESTMALZ unterschiedliche Qualitätsmalze weltweit vertreibt.

Handwerklichkeit ist gelebte Tradition

Trotz standardisierter und nach DIN ISO EN 9001:2008 zertifizierter Herstellprozesse legt die Palatia Malz Mälzereigruppe von jeher besonderen Wert auf solides, handwerkliches und naturbelassenes Mälzen nach dem Deutschen Reinheitsgebot. Fertigung in kleinen Produktions-Chargen ab 100 kg, ausreichend lange Keimzeiten, besonders schonendes Abdarren und ein Röstvorgang, bei dem die unerwünschten Bitterstoffe (Pyrazine) durch technologische Kunstgriffe stark reduziert werden, geben der Braugerste den erforderlichen Raum und die nötige Zeit, die für eine unkomplizierte Verarbeitung benötigt wird. Solidität, strikte Einhaltung der zugesagten Spez