Neue Braugerstensorte im Programm


Das Sortengremium der Braugersten-Gemeinschaft e.V. hat nach bundesweiten Mälzungs- und Brauversuchen im Praxismaßstab im Rahmen des Berliner Programms den Sorten „Excalibur“ (Saatzucht Ackermann) sowie „LG Baryton“ (Limagrain) die Verarbeitungsempfehlung erteilt.

Für die Malze von BESTMALZ heißt das folgendes: „Der Sorte ,Excalibur‘ wird aufgrund ihrer sehr guten Mälzungseigenschaften ein großes Potenzial zugetraut und soll die Sorte ,Amidala‘ ersetzen. In der Aussaat zur Ernte 2026 wird es erste Mengen für Versuchschargen geben. Die Ablösung von ,Amidala‘ durch ,Excalibur‘ wird voraussichtlich mit der Ernte 2027 umgesetzt“, erklärt Michael Huber, Leiter Einkauf und Energie bei der Palatia Malz GmbH.

Zu weiteren neuen Gerstensorten berichtet die Braugersten-Gemeinschaft:

Die vom Bundessortenamt im Dezember 2025 neu zugelassenen Sorten „Fontane“ (Saatzucht Streng-Engelen) und „Tilda“ (Saatzucht Josef Breun), wurden nach intensiven halbtechnischen Untersuchungen auf ihre Mälzungs- und Braueigenschaften diskutiert und beurteilt. Das Gremium hat die Sorte „Tilda“ (Saatzucht Josef Breun) in die großtechnischen Praxisversuche der kommenden Vegetationsperiode aufgenommen.

In den umfangreichen Analysenergebnissen aus den halbtechnischen Mälzungs- und Brauversuchen des Berliner Programms sind auch die Ergebnisse der Sorte „LG Arabesque“ (Limagrain) abgebildet, deren Zulassung noch aussteht und deshalb nicht für die Aufnahme in die Praxisgroßversuche diskutiert werden konnte. Die Ergebnisse stehen auf www.braugerstengemeinschaft.de zur Verfügung.

Die Entscheidung des Sortengremiums stützt sich auf die Untersuchungsergebnisse aus den Wertprüfungen I – III des Bundessortenamtes, auf die Ergebnisse der Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising zur Bewertung der Kornanomalien, sowie auf die halbtechnischen Versuche an der VLB Berlin und am Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie der TU München in Weihenstephan. An die halbtechnischen Versuche schließen sich Praxisgroßversuche in Mälzereien und Brauereien an verschiedenen deutschen Standorten an, die im jeweiligen Folgejahr ausgewertet werden. Die dadurch generierte breite und vor allem mehrjährige Datenbasis stellt eine sehr gute Entscheidungsgrundlage für das Sortengremium dar.

Quelle: Pressemitteilung Braugersten-Gemeinschaft e.V.

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