Trotz Rekordhitze: Rheinhessens Braugerste bringt Feld und Mälzerei an einen Tisch
Zwei Feldtage im Juni 2026 vereinten Landwirte, Züchter, Händler, Brauer und Mälzer am BESTMALZ-Standort Wallertheim – vom Korn auf dem Halm bis zur Malzverkostung in der Mälzerei.
Die Sonne brennt, die Halme stehen unter Stress – und mittendrin diskutieren Fachleute über das Bier von morgen. Gleich zweimal kamen im Juni 2026 Landwirte, Saatgutzüchter, Getreidehändler sowie Brauer und Mälzer am BESTMALZ-Standort Wallertheim bei Mainz zusammen. Anlass waren die Braugersten-Rundfahrt der Fördergemeinschaft Braugerste Rheinland-Pfalz e.V. und der Feldtag zur Alexis-Gerste – zwei Termine, die die gesamte Wertschöpfungskette der Braugerste an einem Ort versammelten.
42 Teilnehmende, drei Praxisflächen – und eine ehrliche Zwischenbilanz
Bei der Braugersten-Rundfahrt machten sich 42 Teilnehmende auf den Weg zu drei Praxisflächen und den Versuchsflächen des Landessortenversuchs rund um Wallertheim. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Braugerstensaison die außergewöhnliche Hitze übersteht. Die Antwort war auf vielen Feldern sichtbar: Der Hitzestress setzte den Beständen deutlich zu, mancherorts wurden Noternten nötig – und das ging zulasten des Ertrags.
Ein differenziertes Bild zeichnete Jörg Müller, Vorsitzender der Fördergemeinschaft Braugerste Rheinland-Pfalz e.V.:
„Wer in diesem Jahr früh gesät hat, wird dafür belohnt. Die Bestände haben vom Regen im Frühjahr profitiert und die kritischen Entwicklungsphasen weitgehend vor der Hitzewelle durchlaufen. Das verschafft ihnen beim Ertrag und bei der Qualität einen klaren Vorteil. Inwieweit Ertrag und Qualitäten unter den enormen Temperaturen gelitten haben, wird sich bei der Ernte zeigen, allerdings wird nicht mit überhöhten Eiweißgehalten gerechnet.“
Vom Feld direkt an den Verkostungstisch
Vom Halm ging es direkt in die Mälzerei: Bei BESTMALZ in Wallertheim setzte sich der fachliche Austausch entlang der gesamten Wertschöpfungskette fort. Höhepunkt war eine Malzverkostung mit Dirk Schneider, Leiter Qualitätssicherung. Die Teilnehmenden erschmeckten verschiedene Malztypen und erfuhren aus erster Hand, wie stark Aroma, Farbe und Charakter des späteren Bieres bereits im Korn angelegt sind. Die Botschaft des Tages: Ohne hochwertige Braugerste kein Qualitätsbier – weder national noch international.
Alexis-Gerste: Traditionssorte mit wachsender Nachfrage
Nur wenige Tage später stand rund um Wallertheim sowie Armsheim-Schimsheim der Feldtag zur Alexis-Gerste auf dem Programm – mit ähnlichem Ablauf. Die traditionsreiche deutsche Sorte Alexis wird exklusiv für BESTMALZ angebaut und zum Malz BEST A-XL verarbeitet. Es verleiht dem Bier einen malzigen Geschmack, sorgt für einen vollen Körper, eine goldgelbe Farbe und einen besonders stabilen Schaum.
Angebaut wird die Alexis-Braugerste von einem kleinen, eingespielten Kreis rheinhessischer Landwirte – in signifikanter Menge. Und das soll nach dem Willen von BESTMALZ noch mehr werden.
„Tendenziell wollen wir die Fläche aufgrund der sehr guten nationalen und internationalen Nachfrage nach Malz aus Alexis-Braugerste gerne noch vergrößern.“
So brachte es Michael Huber, Leiter Einkauf bei BESTMALZ, auf den Punkt. Wie sich Anbau und Nachfrage in Einklang bringen lassen, erläuterte Dr. Ernst Loop von der Saatzucht Breun, der den Landwirten vor Ort mit fundiertem Fachwissen und praxisnahen Anbauinformationen zur Seite stand. Wie schon bei der Rundfahrt klang auch dieser Tag im BESTMALZ-Logistikzentrum Wallertheim aus – bei einem kleinen Imbiss und intensiven Gesprächen über die laufende Saison.
Mehr über die Landwirte hinter BESTMALZ: Vom Feld in die Mälzerei – BESTes Getreide für BESTes Malz
Bildergalerie zu Alexis-Feldtag & Braugersten-Rundfahrt Rheinhessen









